Nationalrat möchte Offroader mit Strafmassnahmen vom Markt fernhalten

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Komitee Pro-Automobil
 

In Woche 39 hat der Nationalrat die „Offroader-Initiative“ beraten. Diese will bekanntlich Autos mit einem CO2-Austoss von mehr als 250 g/km verbieten. Der Nationalrat lehnt diese Initiative zwar ab, hat aber im Rahmen des CO2-Gesetzes den durchschnittlichen CO2-Ausstoss – über die gesamte Neuwagenflotte der Schweiz – ab 2015 auf 130 g/km begrenzt.

Dieser Wert entspricht einem Verbrauch von ca. 5,4 Liter Benzin oder 4,9 Liter Diesel (Normverbrauch) auf 100 Kilometer. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 betrug der durchschnittliche Treibstoffverbrauch der in der Schweiz zugelassenen Neufahrzeuge 6.86 l/100. Im Jahr 2005 waren es noch 7,67 Liter auf 100 Kilometer. Also betrug die Reduktion innerhalb von vier Jahren 0.81 Liter/100 km.

Die einfache Hochrechnung ins Jahr 2015 ergibt, dass die Zielvorstellung des Nationalrates nicht erreicht wird (6.86 minus 0.81 = 6.05 Liter/100 Km). Dies nicht zuletzt darum, weil es immer schwieriger wird, einen tiefen Normverbrauch noch weiter zu senken.

Im Gegensatz zur „Offroader-Initiative“ sollen zwar Autos mit einem höheren Verbrauch weiterhin zugelassen, jedoch mit einer exorbitanten Strafsteuer belegt werden. Im Raum steht die „EU-Norm“, wonach für das erste Gramm über dem Zielwert 5 Euro, für das zweite 15 und für das dritte 25 Euro fällig werden. Ab dem vierten Gramm über dem Zielwert soll sich der Aufschlag pro Gramm auf 95 Euro belaufen.

Für ein Auto, welches z.B 10 Liter/100 km (z.B. Offroader, grosse Limousinen, Sportwagen usw.) verbraucht, werden dannzumal runde Fr. 10‘200.- an Strafsteuern abzuliefern sein.

Die Moral der Geschichte: Man muss Offroader nicht direkt verbieten, man kann sie auch mit fiskalischen Strafmassnahmen vom Markt fernhalten.


Herzlich, Ihr

Jürg Scherrer
alt Nationalrat
Präsident
Komitee Pro-Automobil

 

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Letzte Aktualisierung
17:18:00 02.10.2010
 
 
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