Aktuelles vom Komitee gegen die Autoverbotsinitiative
Beschwerde eingereicht
Schweizer Presserat
Bahnhofstrasse 5
Postfach 201
3800 Interlaken
Beschwerde
Sehr geehrte Damen und Herren
Am 30.4. und 1.5.2009 berichteten die Medien über die Absicht des Berner Regierungsrates bei der Motorfahrzeugsteuer das Bonus-Malus-System einzuführen. Dabei wurden insbesondere Motorfahrzeuge der Energieklasse F und G pauschal als „Dreckschleudern“ bezeichnet. Gegen diese negative Qualifikation reiche ich hiermit Beschwerde ein.
Begründung:
Seit Anfang der 80er-Jahre des letzten Jahrhunderts wurden die schweizerischen Abgasnormen laufend verschärft. Mit dem Dreiweg-Katalysator wurde der Ausstoss an schädlichen Abgasen, CO (Kohlenmonoxid), HC (Kohlenwasserstoffen) und NOx (Stickoxiden), um rund 90 Prozent gesenkt. Laufende Verbesserungen an den Motor- und Abgas-Systemen haben dazu geführt, dass die Reduktion heute noch weit höher liegt. Auch für Diesel-Fahrzeuge wurden die Abgasvorschriften verschärft und entsprechen dem EU-Standard.
Die gesetzlich vorgeschriebene Abgaswartung gewährleistet, dass die Abgas-Reinigungssysteme während der gesamten Lebensdauer der Fahrzeuge zuverlässig und wirkungsvoll funktionieren. Die anlässlich dieser Kontrolle gemessenen Abgaswerte an CO und HC betragen darum nahe Null.
Da noch von „Dreckschleudern“ zu reden ist also nicht nur reine Polemik und Stimmungsmache, sondern vor allem sachlich falsch.
Darum ergeht das folgende Begehren:
Dieser Beschwerde sei stattzugeben und die Medienschaffenden seien anzuhalten, bezüglich des Abgasaustosses von Motorfahrzeugen künftig auf die Bezeichnung „Dreckschleuder“ oder ähnlich lautende Qualifikationen zu verzichten.
Jürg Scherrer
Alt Nationalrat
Grossrat Kanton Bern
Präsident Komitee Pro-Automobil
Übermittlung: Per E-Mail und ordentlicher Post


